Eindrücke von einem „Nicht mit mir!“-Kurs im Jahr 2008.
Kinder im Alter zwischen sechs und neun Jahren lernen, wie man sich angemessen in Konfliktsituationen verhält. Der Unterricht beinhaltet praktische Übungen, z.B. in Form von Rollenspielen, ebenso wie theoretische Situationen und Informationen. Die Kinder lernen spielerisch worauf es im „Ernstfall“ ankommt.
Der Kursleiter erfährt durch die Kinder von bereits erlebten Konfliktsituationen im Schulalltag und erarbeitet mit den Kindern Lösungsstrategien. Auf diese Weise entwickeln die Kinder ein Verständnis für den Umgang mit unangenehmen Situationen. Die Kinder verdeutlichen sich z. B. so genannte „Rettungsinseln“ auf dem Schulweg.
Ein wichtiger Aspekt ist den Kindern zu verstehen zu geben, dass sie sich erwehren können, wenn es die Situation erfordert.
Hierzu gehört die nötige „Portion“ Selbstvertrauen, mit welcher alle Kinder den Kurs „Nicht mit mir!“ verlassen. Sie haben verstanden, das es Personen gibt, welche stärker sind als sie selbst, doch „starke Kinder wehren sich“ und das kann auch bedeuten zu wissen, wen man ansprechen kann.
S. Wolff

Dies ist der Titel des Projektes des Deutschen Ju Jutsu Verbandes (DJJV e.V.) zur Gewaltprävention, Selbstbehauptung und Selbstverteidigung.
Es handelt sich hierbei um ein Kooperationsprojekt mit der Deutschen Sportjugend und dem Bundesministerium für Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).
Dieses Bundesweit laufende Projekt richtet sich vor allem an die kleinsten unter uns, die Kinder. Es ist konzipiert für Kinder ab dem Kindergartenalter und staffelt sich mit angemessenen Kursinhalten bis zu Jugendlichen im 14. Lebensjahr. Das Projekt „Nicht mit mir“, wird verbreitet in Grundschulen angeboten, da es wichtig ist Kinder früh über ihre Möglichkeiten, sich zu wehren und anderen bei zu stehen, zu unterrichten. Hierbei werden die Kinder durch angeleitete Rollenspiele geschult „nein“ zu sagen und sich in Konfliktsituationen angemessen zu verhalten.
Ein altersgerechter und geschlechtsspezifischer Sachunterricht erklärt den Kindern was erlaubt und was verboten ist. Themen wie sexueller Missbrauch, Notwehr und das erkennen gefährlicher Situationen sind Kernpunkte eines umfassenden Unterrichtes. Das theoretische Wissen als Form einer Prävention ist einer der drei Pfeiler neben der Selbstbehauptung und schließlich der Selbstverteidigung. Selbstbehauptung bedeutet das bewusst werden der mädchenspezifischen bzw. jungenspezifischen Sozialisation sowie das Wahrnehmen eigener Bedürfnisse und Gefühle. Die Kinder erfahren ihre eigenen Stärken und üben den Einsatz von Körpersprache, ihrer Stimme und ihrer Atmung. Die Basis bildet das Wissen sich im Ernstfall erwähren zu können. Dies wird mit der Selbstverteidigung erlernt. Das Wissen um Schwachstellen und Angriffspunkte für eine effektive Verteidigung in Verhältnismäßigkeit zum Angriff. So sind Beispielsweise andere Techniken auf dem Schulhof und unter Freunden notwendig als im Ernstfall.
Es gibt keine 100 %ige Sicherheit, auch nicht durch einen SV- Kurs (SV = Selbstverteidigung). Aber die Opfer von Gewalttaten sind in den meisten Fällen ängstliche, angepasste Kinder mit wenig Selbstbewusstsein. Hier setzt der Kurs an. Die Kurse werden von lizenzierten Trainern mit langjähriger Erfahrung gegeben, welche alle eine bundesweit einheitliche Ausbildung für das Projekt besucht und bestanden haben.
In Bremen hat Stefan Wolff diese Ausbildung absolviert und bietet bei der Bremer Turnvereinigung (BTV 1877 e.V.) "Nicht mit mir!" Kurse an.
S.Wolff
Kurs "Nicht mit mir"
sechs Termine, Kosten 50 €
Freitags 15.00 - 16.30 Uhr Turnhalle Schule Schmidtstraße
Anmeldung über Geschäftsstelle